Warum gutes Marketing oft scheitert, obwohl alles richtig gemacht wurde

War­um gutes Mar­ke­ting oft schei­tert, obwohl alles rich­tig gemacht wurde

Vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men inves­tie­ren heu­te mehr denn je in Marketing.
Die Web­site ist modern, Social Media wird bespielt, SEO steht auf der Agenda.
Und trotz­dem bleibt das Ergeb­nis oft hin­ter den Erwar­tun­gen zurück. 

Das führt zu Frust – und häu­fig zur fal­schen Schlussfolgerung,
dass Mar­ke­ting „ein­fach nicht funktioniert“. 


Das Para­dox: Alles gemacht – aber nichts erreicht

In Gesprä­chen mit Ent­schei­dern höre ich oft ähn­li­che Sätze: 

  • „Wir haben doch alles umgesetzt.“
  • „Unse­re Agen­tur hat gute Arbeit gemacht.“
  • „Die Zah­len sehen eigent­lich gar nicht schlecht aus.“

Und trotzdem:
kei­ne oder kaum Anfra­gen, wenig qua­li­fi­zier­te Kontakte,
kein ech­tes Gefühl von Wirkung. 

Das Pro­blem liegt in vie­len Fäl­len nicht in der Umsetzung,
son­dern eine Ebe­ne darüber. 


Mar­ke­ting schei­tert sel­ten an Maß­nah­men – son­dern an Erwartungen

Mar­ke­ting wird oft als Samm­lung ein­zel­ner Maß­nah­men verstanden:
Web­site, SEO, Social Media, Kampagnen. 

Was dabei fehlt, ist die Einordnung:
Wel­che Auf­ga­be soll Mar­ke­ting im Unter­neh­men eigent­lich erfüllen?

Ohne die­se Klar­heit ent­ste­hen typi­sche Fehlannahmen: 

  • Mehr Traf­fic bedeu­tet auto­ma­tisch mehr Anfragen
  • Social Media ersetzt Vertrieb
  • SEO wirkt kurzfristig
  • Eine schö­ne Web­site über­zeugt von selbst

Die­se Denk­feh­ler habe ich bereits in ande­ren Arti­keln beschrieben –
etwa bei der Fra­ge, war­um vie­le Web­sites kei­ne Anfra­gen generieren
oder bei den Mythen rund um SEO im Mit­tel­stand.


Mar­ke­ting ist kein Selbst­läu­fer – son­dern ein Zusammenspiel

Gutes Mar­ke­ting ent­steht nicht durch ein­zel­ne Disziplinen,
son­dern durch ihr Zusammenspiel. 

Eine Web­site kann tech­nisch sau­ber sein –
aber ohne kla­re Nut­zer­füh­rung bleibt sie wirkungslos.
Social Media kann Reich­wei­te erzeugen –
aber ohne sinn­vol­le Ziel­sei­te ver­pufft der Effekt.
SEO kann Sicht­bar­keit bringen –
aber nicht kom­pen­sie­ren, was inhalt­lich fehlt. 

Mar­ke­ting schei­tert also nicht, weil etwas „falsch gemacht“ wurde,
son­dern weil Maß­nah­men iso­liert betrach­tet werden. 


War­um Zah­len oft in die Irre führen

Ein wei­te­rer Grund für fal­sche Erwar­tun­gen sind Kennzahlen. 

Sei­ten­auf­ru­fe, Reich­wei­te, Impressionen –
sie sehen gut aus, sagen aber wenig über Wir­kung aus. 

Die ent­schei­den­den Fra­gen lauten: 

  • Ver­steht der Besu­cher, was wir anbieten?
  • Fin­det er schnell die rele­van­ten Informationen?
  • Ent­steht Vertrauen?
  • Gibt es einen kla­ren nächs­ten Schritt?

Eine kom­pak­te Ori­en­tie­rung dazu bie­tet auch meine
Web­site-Check­lis­te für KMU,
die genau die­se Punk­te zusammenfasst. 


Mar­ke­ting braucht Klar­heit – nicht mehr Aktionismus

Wenn Mar­ke­ting nicht wirkt, ist die nahe­lie­gen­de Reak­ti­on oft:
noch mehr tun. 

Mehr Posts, mehr Kam­pa­gnen, mehr Tools. 

In der Pra­xis hilft meist das Gegenteil:
inne­hal­ten, ein­ord­nen, vereinfachen. 

Erst wenn klar ist,
wel­che Rol­le Mar­ke­ting im Unter­neh­men spie­len soll,
ent­fal­ten ein­zel­ne Maß­nah­men ihre Wirkung. 


Fazit: Gutes Mar­ke­ting schei­tert nicht – fal­sche Erwar­tun­gen schon

Mar­ke­ting ist kein Wundermittel.
Es ersetzt weder Stra­te­gie noch Vertrieb
und wirkt sel­ten sofort. 

Wenn jedoch Erwar­tun­gen, Zie­le und Zusam­men­spiel klar sind,
ent­steht Wir­kung – oft lei­ser, aber nachhaltiger,
als vie­le es erwarten. 

Genau hier beginnt gutes Marketing. 

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